In unregelmäßigen Abständen feiern wir einen "Gottesdienst für Zweifler, Suchende und andere gute Christen". Der durchaus ernst gemeinte und zugleich humorvoll zu verstehende Titel deutet auf die Idee hin, dass auch Menschen auf der Suche und mit Glaubenszweifeln gute Christen zu nennen sind. Wir alle sind, wie es schon in der biblischen Apostelgeschichte von den ersten Christen heißt, "des Weges" - Menschen unterwegs in dieser Welt und mit den Sorgen und Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. In den "Gottesdiensten für Zweifler, Suchende und andere gute Christen" versuchen wir, sowohl im Blick auf die Auswahl der Musik als auch im Blick auf die "Predigt" neue Wege zu gehen - aktuelle Lieder aus Radio oder Fernsehen und biblische Texte in neuem Gewand ergänzen einander. Wenn es passt, sind die Konfirmandinnen und Konfirmanden beteiligt. Meist werden Gitarre oder Keyboard eingesetzt, um die Lieder der Gemeinde zu begleiten, und wer nicht singen will, ist einfach still. Und ja, die Stille soll auch nicht zu kurz kommen, denn neben dem Reden und Hören tut es unendlich gut, auch gemeinsam, wie es ein Konfirmand mal formulierte, "einfach mal die Klappe zu halten".

Unser nächster Gottesdienst für Zweifler, Suchende und andere gute Christen
ist am - Termin nicht bekannt -.

Das Lächeln Gottes in der Welt entdecken

Auch wenn es oft nicht so scheint, man es manchmal nicht wahrhaben möchte oder es übersieht. Das Lächeln Gottes finden wir überall. Manchmal sehen wir Gottes Lächeln im Zwinkern einer Katze, spüren es an einem heißen Sommertag durch eine frische Brise oder hören es in einem neuen Lied aus dem Radio.  Gott lächelt uns zu und sagt uns: Ich bin für dich da. Ich unterstütze dich – du kannst auf mich zählen. Du bist mein geliebtes Kind und machst mich überglücklich.

Am 19.Juli haben Jennifer Ellinger, Johannes Link und Lena Landes im Gottesdienst auf das Lächeln Gottes in der Welt aufmerksam gemacht, es gemeinsam gesucht und gefunden! Die Blumen auf dem Altar, die Klaviermusik von Johannes Link, die Flötentöne von Lena Landes, die motivierende, zuversichtliche Stimme von Jennifer Ellinger und die Ruhe der Gottesdienstbesucher/in. Überall war es an diesem Morgen: Das Lächeln Gottes. Am Ende konnte jede/r Gottesdienstbesucher/in ein Lächeln Gottes in Form einer Blume mitnehmen – für sich selbst oder für jemand der gerade eins gebrauchen könnte.

Die Liebe Gottes begegnet dir jeden Tag in deinem Leben, wenn du darauf achtest, wirst du sie überall entdecken!

Musikalische Abendandacht

Am 28. Juni war die Bezirkskantorin Anke Nikisch aus Ettlingen mit uns die Abendandacht feiern. Gemeinsam mit Johannes Link gab es Werke von Franck, Macchia und Mendelson zu hören.

Umarmungen

Eine Ode ans Umarmen,

eigentlich bin ich leidenschaftliche Händeschüttlerin. Es ist meine liebste Begrüßungsform. Auch wenn es ein wenig förmlich wirkt, geht für mich nichts über ein herzliches Händeschütteln. Im Moment macht das Händeschütteln Pause. Aber vielmehr als Händeschütteln, vermisse ich das Umarmen. Zur Begrüßung, zum Abschied. Ganz alltäglich, aber auch oft genug besonders: als Glückwunsch, als wortloses Mitgefühl, als „Du schaffst das“, als Versöhnung. Das ist ja das wunderbare an Umarmungen: Eine Geste mit so viel Bedeutungen. Es gibt die kurzen, fast nachlässigen; die lauten, die Auf-den-Rücken-Klopfer, die herzlichen, die Rückenstreichlerinnen, die ganz Festhalter. Gerade dann, wenn man nicht so richtig weiter weiß tut eine Umarmung Wunder. Und da liegt die Schwierigkeit, wir wissen im Moment nicht richtig wie es weitergeht und können uns trotzdem nicht einfach in den Arm nehmen. Die Bibel weiß im Buch Prediger 3, Vers 1;5: Alles, was auf der Erde geschieht, hat seine von Gott bestimmte Zeit: sich umarmen und sich aus der Umarmung lösen. Alles hat seine Zeit und auch wenn wir noch nicht wissen, wann wir wieder wild Umarmen, kommt die Zeit wieder. Um bis dahin nicht völlig aus der Übung zu geraten, kann man solange Bäume umarmen. Waldbaden nennen die Japaner das. Es soll Stress abbauen, den Blutdruck senken, Depressionen mildern und das Immunsystem stärken. Ob den Apfelbaum im heimischen Garten oder die Waldtanne bleibt jedem selbst überlassen. Nur nicht aus der Übung kommen, bis es weitergeht.

 

 

Zwischen Mutter und Vatertag...


vielleicht sind diese Tage nur Erfindungen zum Blumenkaufen oder Bollerwagen ziehen, aber auch eine gute Gelegenheit sich bewusst zu sein wie vielfältig unsere Rollen sind. Gott sagt von sich im Hoseabuch 11, 9 „Denn ich bin Gott und kein Mensch.“ Und trotzdem findet Gott gefallen an dem Bild der Mutter und dem Bild des Vaters. Wie auch in der Jahreslosung 2015 Jesaja 66, 13 „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“. Oder als Jesus Gott liebevoll mit „Abba“ – „Papa“ anspricht. Die Bibel bildet Muttersein und Vatersein in seiner ganzen Bandbreite ab. Da gibt es ungewollt Kinderlose (Sara/Abraham), Spätgebärende (Elisabeth/Zacharias), Adoptiveltern (Tochter des Pharaos/Josef), Stiefväter (Herodes), Kinderreiche (Lea/Jakob), Frauen mit Gewalterfahrungen (Batseba), erfolgreiche Geschäftsfrauen (Lydia) und Frauen die als Mütter bezeichnet werden, aber keine leiblichen Kinder haben (Richterin Deborah, Mutter Israels). Ein Tag an dem wir die Vielfalt des Elternseins feiern können. Wir denken an ALLE an diesem Tag! An die, die Kinder verloren haben; die die ihre Mutter oder Vater verloren haben, die eine angespannte Beziehung zu ihren Kindern oder Eltern haben, die bewusst keine Mütter und Väter sind, die ungewollt kinderlos sind, an die mit zwei Müttern oder Väter, an die die ihre leiblichen Eltern nicht kennen, die alleinerziehend sind. Wir denken an DICH und alles was mit deinem Leben zu tun hat. Wer Lust hat mehr über Mütter und Väter in der Bibel zu erfahren, Margot Käßmann hat in ihrem Buch „Mütter der Bibel: 20 Portraits für unsere Zeit“ einen spannenden Einblick geschrieben und Uwe Birnstein mit „Väter in der Bibel: 20 Portraits für unsere Zeit“.